Mobilfunk

Ein Leben ohne Mobilfunk ist heutzutage kaum vorstellbar. Ganz gleich, ob privat oder beruflich, im ländlichen oder urbanen Raum – stabiles, schnelles und überall verfügbares Internet ist essentiell für unseren Alltag geworden.

Smartphones, Tablets oder Laptops benötigen für Navigation, Telefonie, soziale Netzwerke und Musik- und Video-Streaming mobiles Internet. Steigende Nutzerzahlen und immer komplexere Systeme und Programme haben in den letzten zehn Jahren in Deutschland zu einem 80-fachen Datenvolumen geführt – Tendenz weiter steigend (vgl. Bundesnetzagentur).

Dieser rasant wachsende Bedarf kann nur durch einen flächendeckenden und leistungsfähigen Mobilfunknetzausbau abgedeckt werden.

Seit der Liberalisierung des Telekommunikationssektors 1998, liegt die Verantwortung für den Ausbau der Mobilfunknetze bei den privaten Mobilfunknetzbetreibern. Durch verschiedene Anreize und Auflagen versucht die Bundesnetzagentur den Wettbewerb zu fördern und den Ausbau zu beschleunigen. So wurde der Zuschlag bei der letzten bundesweiten Frequenzvergabe im Jahr 2019 an verschiedene Auflagen wie zum Beispiel einer 98 Prozentigen Versorgung der Haushalte je Bundesland mit mindestens 100 Mbit/s oder der Versorgung von 100 Mbit/s an wichtigen Straßen und Autobahnen geknüpft.

Aktuell liegt der Ausbau der 5G-Netze verstärkt im Fokus der Telekommunikationsunternehmen. Aufgrund des raschen Ausbaus, sind aktuelle Zahlen aber nur schwer darstellbar.

Funklöcher erfassen

Gemäß der Bundesnetzagentur waren 2021 11 Prozent der Fläche in Deutschland schlecht oder gar nicht mit Mobilfunk versorgt. Konkret wurden 3,8 Prozent der Fläche als Funklöcher und 7,2 Prozent als Graue Flecken klassifiziert. Bei Grauen Flecken handelt es sich um Standorte, die eine Versorgung durch nur einen Anbieter aufweisen.

Bundesweit liegt das Bundesland Baden-Württemberg mit 15,1 Prozent Graue Flecken im unteren Drittel. Unabhängig von diesen Zahlen haben Deutsche Telekom, Vodafone und o2 die Auflagen der Bundesnetzagentur erfüllt. Aus wirtschaftlichen Gründen richtet sich die Versorgungsverpflichtung für die Netzbetreiber nach der Bevölkerung und nicht nach der Fläche. Hierdurch beträgt die bundesweite LTE-Abdeckung mindestens 98 Prozent.

Insbesondere an Verkehrswegen besteht trotz Aufforderung durch die Bundesnetzagentur weiterhin keine ausreichende Mobilfunk-Versorgung. Um diese Funklöcher zu identifizieren und die im Internet veröffentlichten Netzabdeckungskarten der Netzbetreiber zu prüfen, werden weitere Daten über die Netz-Verfügbarkeit benötigt.

Helfen Sie mit, Funklöcher im Landkreis Böblingen zu erfassen. Mit der Funkloch-App können Sie einen Beitrag leisten, um den Mobilfunkempfang vor Ort zu verbessern.